SSIDs während der Testphase

SSID ist die Abkürzung von „Service Set Identifier“. Es handelt sich hierbei um den Namen des WLANs, der im WLAN-Manager des mobilen Gerätes angezeigt wird.

Ab dem 05.08.2019 stehen folgende SSIDs für das Ebermannstädter WLAN-Netz zur Verfügung:

„@ebsWLAN“: offenes WLAN; da das Ebermannstädter WLAN-Netz nur einen Ausschnitt des Internets abbildet (Jugendschutzfilter), muss der Nutzer die Kenntnis über diese Einschränkung vor der Nutzung bestätigen. Nach dem Login bleibt der Account für die Dauer von 8 h aktiv. Nach Ablauf der 8 h Frist ist eine erneute Anmeldung notwendig.

„@ebsWLAN_test“: dieses Netz ist nur während der Testphase aktiv. Es wird für Messungen und Überprüfungen benötigt.

Inbetriebnahme des WLAN-Hotspots Zentrenmanagement und Gasthaus „Zur Post“

Seit dem 05. August 2019 befinden sich die beiden Hotspots am Marktplatz im Test. Positive Erfahrungen konnten bereits am Altstadtfest (14.08.2019 bis 18.08.2019) gemacht werden.

Download während des Altstadtfests

Obwohl das WLAN-Netz nur im Probebetrieb ist und damit die SSIDs nur über diese Web-Seite bekannt gemacht wurden, wurden in den 4 Tagen 600 Logins registriert (jeder Login besteht für die Dauer von 8 h). Insgesamt wurden am Altstadtfest ca 12 GBit Daten aus dem Internet abgerufen.

Mesh Uplink (AP „Zur Post“)

Für Techniker interessant (und überraschend) ist die gemessene Qualität des per Meshing hergestellten Uplinks zwischen dem Hotspot am Zentrenmanagement und dem beim Gasthaus „Zur Post“.

Leider ist es nicht möglich mit einem Access Points den gesamten Marktplatz aus zu leuchten. Der Grund hierfür liegt in der Physik: Je weiter ein mobiles Gerät vom Access-Point entfernt ist, umso schwächer ist der Empfang und umso höher ist das relative Rauschen, dass vom mobilen Gerät empfangen wird. In der Technik spricht man von einem geringen Signal/Rauschverhältnis. Damit auch entfernte Geräte die Daten richtig empfangen können, sendet der Access Point in diesem Fall die Daten wesentlich langsamer. Dies führt dann dazu, dass durch wenige entfernte Endgeräte die gesamte Performance des Access-Points reduziert wird.

Durch den Einsatz von zwei Access-Points kann das Signal-Rauschverhältnis um den Faktor 4 verbessert werden. Dies reduziert die Inhomogenität des WLAN-Netzes und erlaubt höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. (Das Signal-Rauschverhältnis ist proportional zu 1/r². Hohes Signal-Rauschverhältnis ist gut; ein kleines Signal-Rauschverhältnis ist schlecht).

Allerdings bräuchte man für zwei Access-Points eigentlich auch zwei DSL-Anschlüsse. Dies bedeutet eine komplizierte Verkabelung und einen weiteren Hotspot-Router. Durch den Einsatz einer Mesh-Verbindung zwischen den beiden Access-Points vereinfacht sich die Struktur. Der Access-Point am Zentrenmanagement baut eine feste Funk-Verbindung zum Access-Point am Gasthaus „Zur Post“ auf und stellt die Internet-Daten über diesen Mesh-Uplink dem zweiten Access-Point zur Verfügung. Damit bleibt der Installationsaufwand überschaubar und die Qualität des Hotspots wird um den Faktor 4 verbessert.

Ermittelte Daten des Mesh-Links:

  • Uplink APSignal 79% (-58 dBm)
  • Tx Rate 527 Mbps
  • Rx Rate 585 Mbps
  • Down Pkts/Bytes 468.933 / 361 MB
  • Up Pkts/Bytes 362.619 / 209 MB
  • Up Pkts/Bytes 362.619 / 209 MB

Der drahtlose Uplink (527 MBit) ist damit physikalisch mehr als 5 mal so schnell wie die drahtgebundene Schnittstelle des Access-Points am Zentrenmanagement (100 MBit). Den eigentlichen Flashenhals bildet also die DSL-Leitung am Zentrenmanagement. Hier steht eine 15 MBit Leitung von M-Net zur Verfügung.

Bandbreitenbegrenzung auf 1 MBit/s für jedes Endgerät

Damit die zur Verfügung stehende Internetgeschwindigkeit gerecht auf die mobilen Geräte verteilt wird, ist die Upload- und Download-Geschwindigkeit jedes Endgerätes auf 1 MBit/s beschränkt. Dies führt auf der einen Seite dazu, dass die Webseiten relativ langsam aufgebaut werden, auf der anderen Seite schließt die Begrenzung aber aus, dass die gesamte Geschwindigkeit von wenigen für den Download von Video-Streams in HD Auflösung genutzt wird.